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Silvia Neid in Münster: Ein unvergesslicher Tag |
Münster - Es war ein Tag, den die U-17-Mädchen vom TuS Hiltrup wohl nie vergessen werden. Mit glänzenden Augen, aber weichen Knien standen sie auf dem Rasen des Hiltruper Stadions Ost, als kurz vor 14 Uhr Silvia Neid erschien. Vor einigen Monaten hatten die Mädchen beim Allianz-Girls-Cup-Turnier den Publikums-Preis für die fairste Mannschaft erhalten und damit das ganz große Los gezogen. Mit dem Besuch der Bundestrainerin am Freitagnachmittag im Stadion Ost wurde der Gewinn endlich eingelöst. Von Heiner Gerull (Foto: Peter Leßmann) „Den Ball annehmen und ihn dann mit der Innenseite weiterspielen“, rief Neid den Spielerinnen zu. Ihre Anweisungen kamen klar und deutlich, sie sparte auch nicht mit Lob. Mit der ihr eigentümlichen verbindlichen und sympathischen Ansprache sorgte Neid dafür, dass die jungen Hiltruperinnen ihre Nervosität rasch abgelegt hatten. Dann zeigten Franzi Michel, Rieke Lauxtermann, Kim Hellweg und Co. der Bundestrainerin, wie gut sie mit der Kugel umgehen können. „Ihr macht das ganz prima“, fand die 49-Jährige anerkennende Worte. Womit sie den Ehrgeiz der Mädchen endgültig anstachelte. Neid gelang es, die 15- bis 17-Jährigen in den Mittelpunkt zu stellen. Ihr ehrliches Interesse zeigte sich daran, dass sie Kontakt suchte zu Andre Gellenbeck und Ralf Angerstein. Eine ganze Zeit lang fachsimpelte sie mit den beiden Trainern der Hiltruper B-Juniorinnen. „Ich bin sehr gerne hier nach Hiltrup gekommen“, sagte Neid. Gut 300 Zuschauer verliehen einem rundum gelungenen Nachmittag den passenden Rahmen. Rasch wurde klar, dass das Organisationsteam – allen voran Heidi Daldrup – im Vorfeld ganze Arbeit geleistet hat. Georg Berding verlieh als Kiepenkerl verkleidet dem Nachmittag seine ganz persönliche Note. „Ich hoffe, dass durch Ihren Besuch ein neuer Schub für den Mädchenfußball entsteht“, verkündete der TuS-Präsident – und überreichte der Bundestrainerin einen handgeschnitzten Kiepenkerl. TuS-Stadionsprecher Jochen Frerich und Thorsten Brendel, der den Nachmittag überhaupt ermöglicht hat, führten mit gelungener Moderation durch das Rahmenprogramm. Schließlich brachte es Bürgermeisterin Karin Reismann auf den Punkt, in dem sie feststellte: „Es macht uns stolz, dass so eine große Sportlerfrau mal eben nach Hiltrup kommt, um eine Jugendmannschaft zu trainieren.“ Quelle: WN Münster (inklusive Video) Silvia Neid im Interview: "Nichts dem Zufall überlassen" Münster - Frauen-Bundestrainerin Silvia Neid war am Freitag in Münster zu Gast und leitete eine Trainingseinheit der B-Juniorinnen des TuS Hiltrup. Am Rande stand sie Rede und Antwort. Mit dem Sieg bei der Europameisterschaft in Schweden knüpfte die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft an frühere Erfolge an. Dass der achte Titelgewinn keineswegs dem Zufall entsprang, erläuterte Nationaltrainerin Silvia Neid gegenüber unserem Redaktionsmitglied Heiner Gerull am Rande eines Besuchs in Münster am Freitag. Frau Neid, kommen Sie noch ins Münsterland, um Talente zu sichten? Silvia Neid: Nein, ehrlich gesagt nicht mehr. Weil es hier keinen Bundesligisten mehr gibt. Das ist ein bisschen schade. Der Verband sollte gucken, dass er wieder eine Mannschaft in die 1. Liga bekommt. Das wäre sicherlich gut und von Vorteil für den Frauen-Fußball hier in unserer gesamten Region. Grundsätzlich hat der DFB bei der Talentsichtung aber Vieles richtig gemacht, wie der Titelgewinn in Schweden vermuten lässt. Neid: Der Generationswechsel ist auf jeden Fall gelungen. Das musste auch so sein, weil wir so viele Verletzte hatten vor der Europameisterschaft – sechs Stammspielerinnen. Da mussten diese jungen Spielerinnen eben rein in diese großen Fußstapfen. Sie haben das hervorragend gemeistert. Man merkt, dass unsere Spielerinnen in den U-Nationalmannschaften hervorragend gefördert und gefordert und auch taktisch sehr gut ausgebildet werden. Also sind die jüngsten Erfolge kein Produkt des Zufalls? Neid: Nein. keinesfalls. Wir haben einen roten Faden in unserer Ausbildung. Von der U 15 bis zur Frauen-Nationalmannschaft spielen wir das gleiche System, wobei in der U 15, U 16 und U 17 auch schon mal mit drei Spitzen gespielt wird. Im Grund ist das aber dasselbe System. Das kommt meiner Arbeit sicherlich zugute. Erhält der Titelgewinn in Schweden angesichts des personellen Umbruchs einen besonderen Stellenwert? Neid: Ja, schon. Wir versuchen, junge Spielerinnen so früh wie möglich zu integrieren, damit sie sich an das Tempo gewöhnen. In Schweden wurden sie ins kalte Wasser geworfen. Sie mussten schwimmen und haben das hervorragend umgesetzt. Da hat man gesehen, dass Spielerinnen wie Lena Lotzen oder Leonie Mayer früher viel mit Jungen trainiert haben. Das bringt sie weiter in ihrer körperlichen Standfestigkeit. Die haben ein unheimlich gutes Zweikampfverhalten. Obwohl sie erst 19 oder 20 Jahre alt sind, bestehen sie gegen erfahrene alte Hasen, auch gegen eine Weltklassespielerin wie Lotta Schelin. Wird die Qualifikation für die WM 2015 nach dem 9:0 gegen Russland zu einem Selbstläufer? Neid: Nein, wir stehen erst am Anfang. Unsere Spielerinnen hatten sich in einen Rausch gespielt. Sie hatten einen richtigen Flow, und das war der Grund, weshalb es 9:0 ausging. Ich glaube nicht, dass wir dieses Ergebnis in Russland nochmal erzielen werden. Silvia Neid enttäuscht beim Besuch in Hiltrup HILTRUP Die Erwartungen von Ralf Angerstein waren groß. „Ich hoffe, dass die Bundestrainerin die Mädchen heute trainiert und uns ein paar Tipps mit auf den Weg gibt“, sagte der Fußballtrainer der U17-Juniorinnen des TuS Hiltrup. Silvia Neid hatte sich für ein Schautraining angekündigt. Doch statt im Trainingsanzug stand sie am Freitag mit einer Winterjacke in der Glasurit-Arena. Von Marcel Mund (Foto: Marcel Mund) Angerstein, der zusammen mit André Gellenbeck die U17-Mannschaft seit drei Jahren trainiert, besitzt keinen Trainerschein. Entsprechend gespannt war der 46-Jährige am Freitag auf das Training, das die Mannschaft bei einem Gewinnspiel eines DFB-Sponsors gewonnen hatte. Fotostrecke Silvia Neid beim TuS HiltrupEinzig für die anwesenden Medienvertreter nahm Neid für einige Minuten einmal selbst den Ball in die Hand und warf ihn den Mädchen zu. „Sie hat zweimal etwas gesagt, aber richtig trainiert hat sie leider nicht“, sagte Angerstein enttäuscht, als er langsam vom Platz schritt.
(ab, 18.10.2013) |
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